
„Wappen Büchig (Stutensee)“ – Vektorgrafik: Art-top (nach Enslin),
Quelle: Wikimedia Commons, Public Domain
Geschichte von Büchig
Erste Erwähnung im 14. Jahrhundert
Büchig wurde erstmals im Jahr 1373 n. Chr. urkundlich erwähnt. Der Ortsname „Büchig“ erscheint jedoch erst im Jahr 1577 in schriftlichen Quellen.
Der Name leitet sich vom althochdeutschen Begriff „Buohaki“ ab und bedeutet sinngemäß „Ort bei den Buchen“ oder „von Buchen umgebener Platz“. Dieses historische Erbe spiegelt sich bis heute im Büchiger Ortswappen wider.
Bevölkerungsentwicklung im Überblick
Die Bevölkerungsentwicklung verlief über Jahrhunderte vergleichsweise langsam:
Die erste Zählung von 1709
durch die Verwaltung der Markgrafschaft Baden-Durlach (Karlsruhe war noch nicht
gegründet) ergab eine Einwohnerzahl von 50 Menschen.
Im Jahr 1772 waren es nach einer Schätzung 75.
Im Jahr 1821 wurden 81 männliche und 82 weibliche
Bewohner, alle uneingeschränkt evangelischen Glaubens, registriert.
Vor der Eingemeindung in die Nachbargemeinde Blankenloch 1936 zählte Büchig 299 Einwohner.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Büchig deutlich. Im Jahr 1950 zählte Büchig 399 Einwohner.
Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen sowie den wirtschaftlichen Aufschwung stieg die Einwohnerzahl kontinuierlich auf heute ca. 4.100 Einwohner an.

Luftbild Büchig im Jahr 1956. Quelle: BNN

Flächenmäßige Entwicklung von Büchig anhand der Ausweisung von Neubaugebieten. Quelle: Stadtbauamt

Altes Rathaus in Büchig, Aufnahme vom 14.02.2016 (nach Badener), Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Gedenktafel am alten Rathaus in Büchig, Foto: Manfred Franck
Bildung und Wahrzeichen
Bereits 1790 wurde in Büchig eine Schule eingerichtet – zunächst mit 20 Schülern.
Im Jahr 1879 wurde das neue Rat- und Schulhaus eingeweiht. Dieses Gebäude prägt bis heute das Ortsbild und gilt als Wahrzeichen Büchigs.
Anlässlich der 650-Jahr-Feier im Jahr 2023 wurde neben dem Haupteingang eine Gedenktafel angebracht.
Eingemeindung und kommunale Entwicklung
Die viele Jahre selbstständige Gemeinde Büchig wurde am 1. April 1936 in die Nachbargemeinde Blankenloch eingemeindet. Der Protest der Büchiger Bevölkerung blieb erfolglos. Ziel war damals die „Schaffung größerer Gemeinden zur Stärkung der Verwaltungskraft und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“.
1975 folgte ein weiterer bedeutender Schritt:
Blankenloch, Büchig, Friedrichstal, Spöck und Staffort schlossen sich zur Gemeinde Stutensee zusammen. Namensgeber war das geografisch zentral gelegene Schloss Stutensee.
Seit dem 1. Januar 1998 ist Stutensee aufgrund der überschrittenen Marke von 20.000 Einwohnern eine Große Kreisstadt.
Im Jahr 2023 feierte Büchig sein 650-jähriges Bestehen. Für zwei Tage verwandelte sich die Wiese bei der Theodor-Heuss-Grundschule in einen Festplatz mit zahlreichen Auftritten, Aktionen und Angeboten für die Bevölkerung.
Im Jahr 2025 wurde das 50-jährige Bestehen der Stadt Stutensee mit einem zweitägigen Stadtfest gefeiert.

Titelseite des Programmhefts zum Festwochenende "650 Jahre Büchig". Foto: Manfred Franck
